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Drahla – Fictional Decision (A Turntable Friend Records, 2017)

Wenn das sehr geschätzte deutsche Label „A Turntable Friend“ nach bald zwei Jahrzehnten ein Comeback feiert, sollte man aufhorchen. Brachte es uns in den 90ern doch Perlen so wundervoller Bands wie Love Parade, The Ropers, The Gravy Train oder Secret Shine (of Sarah Records Fame).

18 Jahre nach der letzten Veröffentlichung auf „A Turntable Friend“ erschien nun im März 2017 die Debut Single von Drahla, einer noch unbeschriebenen Band aus dem Norden Englands. Post-Punk, Leeds, UK, Three-Piece. Soviel verrät die Pressemitteilung. Dazu gibt es schwarz-weiß Bilder der Band auf Facebook und auch das Plattencover kommt im düsteren, an Post-Punk Vorbilder gemahnenden Stil daher.

Drohend baut sich „Fictional Decision“, die A-Seite, auf. Bruchstückhaft stellt die Sängerin sich vor. „I am the evangelical counterfeit / I am the passage between you and something else“. Sie möchte das Vertrauen des Gegenüber gewinnen und bietet ihr offenes Ohr an: „Tell me everything you are afraid of / Everything you have done wrong / Because I am the physical existence“. Ganz mag man ihr nicht trauen, der Song beginnt auszubrechen und trägt sein übriges dazu bei. Es wird laut und dröhnend.

„There’s a wall between us“! Mantra-artig wiederholt, mit dem Versprechen „You will feel free“!  Die frühen The Duke Spirit, Evans The Death oder selbst die Breeders kommen in den Sinn. Die B-Seite „Dog Collar Guillotine“ fügt dann noch Sonic Youth zu den Referenzen hinzu. Doch ist der knisternde und druckvolle Sound von Drahla eigenständig und braucht sich vor seinen Vorbildern nicht zu verstecken. Auftritte als Support der Buzzcocks und Airplay von Steve Lamacq werden Drahla sicherlich bald aus dem Geheimtipp Status heben. So get this 7’’ while you can!! 

Am besten direkt bei „A Turntable Friend Records“ (http://aturntablefriendrecords.limitedrun.com/products/586248-drahla-fictional-decision-2-track-7-on-silver-grey-vinyl).

Rating: 8/10

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